GemĂ€ĂŸ den Vorgaben der EuropĂ€ischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind die Kommunen verpflichtet, einen „guten ökologischen Zustand“ der FließgewĂ€sser herbeizufĂŒhren.
Die Gemeinde Bestwig hat diese gesetzlichen Regelungen bereits seit einigen Jahren und zunÀchst vordringlich an der Ruhr umgesetzt.
Dabei geht es aber nicht nur allein um das GewĂ€sser und die darin vorkommenden Tiere und Pflanzen. Die weitergehenden Planungen beinhalten bei allen Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung von GewĂ€sserabschnitten möglichst auch andere wichtige Belange. Hierzu gehören z.B. der Hochwasserschutz, Gemeinde- und Dorfentwicklung, Naherholung und selbstverstĂ€ndlich auch der Trinkwasserschutz im Rahmen der Siedlungswasserwirtschaft.

Die Wiederherstellung naturnaher Fluss- und Bachbereiche ist teilweise mit aufwĂ€ndigen und kostspieligen Bauprojekten verbunden. Umso erfreulicher ist, dass die Gemeinde Bestwig bisher und möglichst auch zukĂŒnftig eine Förderung fĂŒr die aufzubringenden Kosten durch das Land NRW erhĂ€lt.
Der verbleibende Eigenanteil wird dann darĂŒber hinaus der Gemeinde als sogenannte „Ökopunkte“ gutgeschrieben. Diese dringend benötigten Punkte werden wiederum - anstatt kostenpflichtiger Ausgleichsmaßnahmen - bei der Realisierung anderer baulicher Projekte (z.B. Wohn- und Gewerbegebiete) herangezogen. Insofern ist die Umsetzung der Renaturierungsmaßnahmen fĂŒr die Gemeinde Bestwig als quasi kostenneutral anzusehen.
Die nachfolgende Zusammenstellung erlĂ€utert die bisher durchgefĂŒhrten sowie auch aktuell anstehenden neuen Projekte.

Ausblick

Auch zukĂŒnftig sind weitere grĂ¶ĂŸere und kleine Maßnahmen an den FließgewĂ€ssern in der Gemeinde Bestwig notwendig, um den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie gerecht zu werden.

So werden momentan die konkreten Planungen hinsichtlich der naturnahen Umgestaltung des Schlebornbaches in Nuttlar in Angriff genommen. Großes Augenmerk bei allen Projekten liegt weiterhin bei der BerĂŒcksichtigung und VerknĂŒpfung stĂ€dte- und landschaftsbaulicher Aspekte.