Neujahrsempfang: Ehrenmedaille der Gemeinde Bestwig für Bettina Kreutzmann

Der Appell war eindringlich - und er kam aus ganzem Herzen: „Lasst uns gemeinsam unser Sauerland - unsere Gemeinde Bestwig - zu einem liebens- und lebenswerten Ort für Bürger und Gäste machen und das jetzt schon vorhandene Potenzial mit gegenseitiger Wertschätzung nutzen. Jeder von uns kann ein kleines - und doch so wichtiges Stückchen - dazu beitragen.” Bettina Kreutzmann muss es wissen: Seit Jahrzehnten hat sie mit Herzblut, Engagement und großem Fachwissen die NaturRanger Bestwig mit aufgebaut. Dafür wurde sie jetzt im Rahmen des Neujahrsempfangs mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Bestwig ausgezeichnet.

Mehr als 300 Gäste aus Ehrenamt, Vereinen, Politik und Wirtschaft ließen im Bürger- und Rathaus das vergangene Jahr Revue passieren und trafen sich zum Austausch über die Grenzen der Ortsteile hinweg - erstmals nach zwei Jahren Corona-Pause. Der Neujahrsempfang sei auch “ein Dankeschön für vielfältigen Einsatz für die Gemeinde Bestwig”, so Bürgermeister Ralf Péus - und der Besuch bringe die “Verbundenheit mit unserer Gemeinde zum Ausdruck.”

Verbunden mit der Gemeinde ist Bettina Kreutzmann, die neue Trägerin der Ehrenmedaille, seit Jahrzehnten - zumal ihr Engagement bereits im Grundschulalter begonnen habe, so Ralf Péus. Sie sei “das Gesicht für den Umwelt- und Naturschutz in der Gemeinde Bestwig”. Bereits im Jahr 1997 hatte sie die Ortsgruppe Ostwig des WWF-Panda-Clubs ins Leben gerufen, aus dem dann über mehrere Stationen im Jahr 2013 der generationsübergreifende Natur-Ranger e.V. mit Sitz in der Gemeinde Bestwig wurde. “Was dann in den folgenden Jahren rund um die Natur Ranger geschah, war eine Entwicklung, die an Dynamik kaum noch zu überbieten war”, so Bürgermeister Péus in seiner Laudatio: Aus dem ehemaligen Wasserkraftwerk auf der Alfert wurde das Lokale Umweltzentrum, kurz „L.U.Z.“. Die NaturRanger pflegen Kooperationen mit allen Kindergärten und Grundschulen. Bettina Kreutzmann, so Ralf Péus, “ist der Motor der Natur Ranger und sie opfert ihre gesamte Freizeit für ihre NaRa-Kinder.” Um genügend Zeit für das Ehrenamt zu haben, hat sie sogar ihren Beruf auf eine halbe Stelle reduziert - “das dürfte einmalig sein”.

Bettina Kreutzmann erinnerte in ihren Dankesworten vor allem an die vielen Ehrenamtler in der Gemeinde Bestwig - oft seien es gerade die unscheinbaren Aktionen im Hintergrund, mit denen am Ende viel erreicht werde. Ehrenamt sei nicht immer einfach, so Bettina Kreutzmann, aber es sei unverzichtbar für eine zukunftsfähige Kommune: “Es macht auch glücklich und an Tagen wie diesen dankbar und stolz - egal ob bei der Feuerwehr, im Schützen-, Sport-, Angel- Wander- oder Bergbauverein, der Dorfgemeinschaft, der Kommunalpolitik, kfd, Kolping, Caritas, den Wasserfreunden, NaturRangern und wie sie noch alle heißen.”

Drei Organisationen aus dieser Aufzählung wurden im Rahmen des Neujahrsempfangs auch mit dem Bestwiger Heimatpreis 2022 ausgezeichnet: Den 1. Preis - dotiert mit 2.500 Euro - erhielt die Bestwiger Jugendfeuerwehr, “die Retter von morgen”, so Ralf Péus. Der 2. Preis und 1.500 Euro gingen an den Förderverein der Wasserfreunde, der sich für den Erhalt und die Attraktivitätssteigerung des Schwimmbads in Velmede einsetzt. Und über den 3. Preis mit 1.000 Euro Preisgeld kann sich die kfd Ostwig freuen, die im Ort ein vielfältiges Jahresprogramm für über 300 Frauen “stemmt”.

Ein umfangreicher Jahresrückblick, vorgetragen von Marvie Krämer und Michelle Reineke, musikalische Begleitung mit beeindruckenden Auftritten des Akkordeonensembles der HSK-Musikschule und die unvermeidlichen Ansichten von “Spottlachs Paul” waren weitere Programmpunkt des Neujahresempfangs. Auch nach dem Ende des offiziellen Programms nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu Dialog und Begegnung. Gemeinsamkeit schaffe Stärke, so Bürgermeister Ralf Péus: „Und Gemeinsamkeit brauchen wir, wenn wir hier in Bestwig etwas bewegen und die Lebensqualität in unserer Gemeinde weiter verbessern wollen.“