Nuttlar. In Nuttlar kommt das Löschwasser jetzt auch aus dem Berg. Bei einer gemeinsamen Übung haben Feuerwehr und THW jetzt die Versorgung mit Löschwasser erprobt und geübt.

Der trockene Sommer erfordert vielen neue Ideen. Auch die Feuerwehren versuchen mit neuen Löschwasserquellen die Herausforderungen im Ernstfall zu meistern. Jetzt haben auch die Betreiber des ehemaligen Schieferbergwerks ihre Unterstützung zugesagt. Im Nuttlarer Schiefer- und Erlebnisbergwerk gibt es einen fast unerschöpflichen Vorrat an Löschwasser. Wo sonst die Taucher in das ehemalige Schieferbergwerk abtauchen, haben jetzt Feuerwehr und das Technische Hilfswerk Meschede die Entnahme von Löschwasser geübt.
Vom Eingang des Bergwerks wurde das Wasser bis zur Bundesstraße B7 gepumpt. Untertage kamen elektrische Tauchpumpen zum Einsatz. Über eine Strecke von rund 30 Metern und einem Höhenunterschied von etwa 8 Meter wurde das Wasser ans Tageslicht gefördert und von da aus noch rund 350 Meter weiter bis zur Bundesstraße. Dort standen große Faltbehälter, in denen das Wasser gesammelt wurde. Hier könnten dann im Ernstfall Feuerwehrfahrzeuge oder andere große LKW und Tankwagen problemlos anfahren und das Löschwasser übernehmen. Vor einigen Wochen hatten bereits die Landwirte und einige Bestwiger Unternehmen ihre Unterstützung zugesagt, im Falle von möglichen Wald- und Flächenbränden den Löschwassertransport zu übernehmen (die WP berichtete).  
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Foto: Löschwasser aus dem Berg: Eine Übung machten jetzt die Löschgruppen Nuttlar, Ostwig gemeinsam mit dem THW Meschede.

Über 50 Einsatzkräfte der Löschgruppen Nuttlar und Ostwig haben in einer gemeinsamen Übung mit dem THW Meschede jetzt nicht nur die Löschwasserentnahme, sondern auch gleich die Zusammenarbeit im Ernstfall geübt. Alle Beteiligten sind mit dem Ablauf zufrieden und jetzt für den Ernstfall gerüstet. Löschgruppenführer Franz Fischer aus Nuttlar freut sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit und die große Unterstützung des Teams vom Erlebnisbergwerk.