Frisch von der Uni hinein ins kalte Wasser: Miriam Schulte-Remmert ist neue Regionalmanagerin beim Leader-Projekt „4 mitten im Sauerland“. Ihr Büro im Bestwiger Rathaus hat die 25-Jährige ab Mitte Januar mit ihrer Vorgängerin Nathalie Tent geteilt, seit Anfang März ist sie nun allein für die Unterstützung der Projekte zuständig. „Ich wurde richtig gut eingearbeitet und fühle mich gut vorbereitet“, sagt sie.

„Ich wollte zurück in die Region“ erzählt die 25-Jährige. Ein „richtiges Dorfkind“ sei sie. Auf dem Bauernhof in Lippstadt-Dedinghausen aufgewachsen, wo sie auch heute wieder lebt. Einen Bezug zum Sauerland hat sie nicht nur wegen der Nähe zu Lippstadt: Ihre Großeltern kamen aus Olpe und Drolshagen. Studiert hat sie zunächst Umweltwissenschaften in Lüneburg. Danach machte sie ihren Master-Abschluss in Göttingen. Thema: Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung.

Gleich die erste Bewerbung war ein Volltreffer: Zum Jahreswechsel bekam Miriam Schulte-Remmert die Zusage. Unterstützt wird sie auch weiterhin von Dominik Olbrich mit einer halben Stelle vom Büro PlanInvent in Münster aus. Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Förderung der ländlichen Entwicklung. Ziel der Projekte sollte es sein, auf innovativen Wegen die Lebensqualität und insbesondere den sozialen Zusammenhalt zu fördern, um so die Region noch stärker zu machen. Zur Leader-Region „4 mitten im Sauerland“ gehören die Städte Meschede und Schmallenberg sowie die Gemeinden Bestwig und Eslohe.

Die Regionalmanagerin sieht sich als Beraterin: „Die Ideen kommen von den Projektträgern selbst. Ich unterstütze dann bei Planung, Umsetzung und Antragstellung.“ Ihr ist wichtig, „dass ich die Leute so gut wie möglich berate, dass ich ihnen weiterhelfen und frei beraten kann“.

Derzeit stehen die Kleinprojekte im Vordergrund: „Die haben den ersten Schritt zur Förderung geschafft“, freut sich Miriam Schulte-Remmert, „der Leader-Vorstand hat ihnen die vorläufige Förderzusagte erteilt.“ Die Gelder werden jetzt bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt. Und erst wenn die Zusage erfolgt, kann in den Dörfern losgelegt werden. Drei Beispiele: Der Verkehrsverein Berge möchte das Tretbecken sanieren. Der Bergbauwanderweg in Ramsbeck soll unter anderem einen neuen Schuppen für die Setzwäsche bekommen, um Kinderarbeit im Bergbau darstellen zu können. Ein Sonnensegel soll künftig auf dem Spielplatz in Nuttlar für ein wenig Schatten sorgen.

 

In ihrer Freizeit ist Miriam Schulte-Remmert vielseitig in ihrem Heimatdorf engagiert: Sie singt im Chor. Sie ist in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde aktiv, organisiert dort die Sternsingeraktion und die Ferienfreizeit auf Korfu. Offen, freundlich, bodenständig und hilfsbereit sei sie, schätzt sich die 25-Jährige selbst ein. Ihre auf dreieinhalb Jahre befristete Stelle als Regionalmanagerin sieht sie als „guten Einstieg ins Berufsleben“ an.

 

Miriam Schulte-Remmert (re.) und Dominik Olbrich

Gemeinsam für Leader-Projekte tätig: Miriam Schulte-Remmert (re.) und Dominik Olbrich. Foto: Leader „4 mitten im Sauerland“.