Nuttlar. Dass die Nuttlarer wissen, was sie an „ihrer“ Freiwilligen Feuerwehr haben, machten sie bei der Übergabe des neuen Tanklöschfahrzeuges (TLF) 3000 an die Löschgruppe Nuttlar mehr als deutlich: Eine proppevolle Schützenhalle bewies die große Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihren „Lebensrettern vor Ort“.

Bürgermeister Ralf Péus bezeichnete die Freiwillige Feuerwehr sogar als „universelle Task-Force für unterschiedlichste Situationen“ - das Anforderungsprofil habe sich mit der Zeit von der reinen Brandbekkämpfung hin zu unterschiedlichsten Einsätzen erweitert. Damit zu persönlichem Engagement und Sachkenntnis der Aktiven auch die passende und zeitgemäße Ausrüstung vorhanden ist, übergab das Bestwiger Gemeindeoberhaupt der Feuerwehr ein nagelneues Tanklöschfahrzeug 3000.

Mit seinem 3.000 Liter fassenden Wassertank sei das Fahrzeug vor allem „ein Wasserträger, der überall da eingesetzt werden kann, wo das Löschmittel Wasser knapp ist”, erläuterte Andreas Schulte, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Bestwig - zum Beispiel bei Einsätzen auf der A46 oder bei Wald- und Vegetationsbränden, “auch über die Grenzen der Gemeinde Bestwig hinaus”. Darüber hinaus verfügt das neue TLF mit 290 PS starkem Motor und automatisiertem Schaltgetriebe über einen ausfahrbaren Lichtmast, eine Umfeldbeleuchtung und Heckwarneinrichtung (alles in LED-Technik) sowie einen pneumatischen Lift für die eingeschobene Tragkraftspritze.

 

20 01 08 Nuttlar

 

Rund 240.000 Euro hat die Gemeinde Bestwig insgesamt in das neue Fahrzeug investiert. Höhere Kosten konnten auch vermieden werden, weil das technische Equipment größtenteils vom Altfahrzeug übernommen wurde. Andreas Schulte dankte Rat und Verwaltung der Gemeinde Bestwig, die den Kauf des Fahrzeuges erst möglich gemacht haben, sowie dem Planungsteam aus Wehrführung, Löschgruppenführung und dem Bürgeramt der Gemeinde Bestwig für die gute Zusammenarbeit. Patrick Bünner, Leiter der Löschgruppe Nuttlar, unterstrich, dass die Aktiven der Feuerwehr noch einmal rund 3.000 Euro aus Eigenmitteln in die Zusatz-Ausstattung des Fahrzeugs investiert haben - unter anderem ein Tablet-PC.

Um Gottes Segen - und “Kraft für den Dienst” - baten Pater Reinald Rickert OSB und Pfarrer Burkhard Krieger, Pfarrer der Ev. Auferstehungskirchengemeinde Olsberg-Bestwig. Besonders freuten sich die beiden Seelsorger über das riesige Interesse aus der Bevölkerung: “Das ist wichtig für das Engagement und die Einstellung der Feuerwehrkameraden.”

Ortsvorsteher Markus Sommer dankte im Namen der örtlichen Vereine für das Engagement der Feuerwehrkameraden. Er zitierte aus einem Leserbrief - die Aktiven der Feuerwehr seien “die wahren Helden des Alltags”. Und deren Einsatz ende nicht an den Ortsgrenzen: “Das Fahrzeug steht für alle Einwohner der Gemeinde Bestwig zur Verfügung.”