Ramsbeck. Ein Umbau des früheren Ramsbecker Lehrschwimmbeckens zu einem Mehrzweckraum für die örtlichen Vereine rückt näher: Der Bestwiger Gemeinderat hat jetzt beschlossen, dem Wunsch der Dorfgemeinschaft nach einer Neu-Nutzung der früheren Schwimmhalle zuzustimmen, wenn dafür Fördergelder im Rahmen der Dorferneuerung fließen können. Zuvor werden im Jahr 2020 die Nebenräume der Ramsbecker Turnhalle durch die Gemeinde Bestwig ohne Fördergelder saniert.

Hintergrund: Im Rahmen des IKEK-Prozesses wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger die Idee entwickelt, dem im „Dornröschenschlaf“ liegenden früheren Lehrschwimmbecken neues Leben einzuhauchen. Der Raum könnte dann beispielsweise für Kulturprojekte, Versammlungen, Gymnastik, Musikproben und schulische Veranstaltungen genutzt werden.

 

19 09 27 Ramsbeck

 

Dafür müsste zunächst die gesamte Bausubstanz des 1965 gebauten Lehrschwimmbeckens in den Rohbauzustand zurückversetzt und anschließend erneut von Grund auf wieder ausgebaut werden. Das Schwimmbecken und die Kriechgänge unter den Beckenumgängen würden verfüllt und mit einer Stahlbetonbodenplatte abgedeckt. Darauf könnte dann ein wärmegedämmter Doppelschwingboden mit PVC- Bodenbelag montiert werden. Um den Haupteingang barrierefrei nutzen zu können, würde zusätzlich eine Zugehrampe angelegt.

Ein Nutzungskonzept wurde bereits zwischen Gemeindeverwaltung, Ortsvorsteher Paul Schüttler, der Leitung der Wilhelmine-Lübke-Grundschule und Vorstandsvertretern von TuS Valmetal und Valmetaler Musikanten abgestimmt. Die Dorfgemeinschaft hat sich zudem bereiterklärt, diverse Abrissarbeiten sowie Grünarbeiten nach dem Rampen- und Treppenbau zu übernehmen.

Rund 650.000 Euro würde ein Gesamt- Umbau kosten, so eine Berechnung der Gemeindeverwaltung. Klar ist: “Zu machen ist das nur, wenn Fördermittel fließen”, unterstreicht Bürgermeister Ralf Péus. Sollte der entsprechende - jetzt beschlossene - Antrag positiv beschieden werden, könnte ein Großteil der Dorferneuerungsmaßnahme mit 65 Prozent bezuschusst werden. Der eigentliche Umbau soll dann in den Jahren 2020 und 2021 stattfinden.

Unabhängig von dem Dorf-Projekt sollen zuvor im kommenden Jahr in der Turnhalle der Wilhelmine-Lübke-Grundschule die Umkleide-, Dusch- und Sanitärbereiche saniert werden. Diese Maßnahmen seien bisher ohnehin für das Jahr 2021 vorgesehen gewesen, erläutert Jörg Stralka, Leiter des Bestwiger Bau- und Umweltamtes. Der Vorteil: Sollte auch die Umgestaltung des früheren Schwimmbades kommen, könnten diese Nebenräume sowohl von der Turnhalle wie auch vom neuen Mehrzweckraum aus genutzt werden. Rund 350.000 Euro sollen für dieses Projekt bereitgestellt werden.

Bürgermeister Ralf Péus begrüßt die mögliche “Revitalisierung” des früheren Lehrschwimmbeckens: “Davon würden nicht nur die örtlichen Vereine, sondern alle Bürgerinnen und Bürger in Ramsbeck profitieren.” Denn gerade die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten würden das Spektrum für Veranstaltungen und Angebote mitten im Ort deutlich erweitern. Eine Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg über den Förderantrag erwartet man im Bestwiger Bürger- und Rathaus für das Frühjahr 2020.