Er ist der jüngste Ortsheimatpfleger im Westfälischen Heimatbund – und jetzt auch ganz offiziell im Amt: Justus Rose bekam aus der Hand von Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus seine Ernennungsurkunde zum Ortsheimatpfleger von Ostwig. Bürgerausschuss und Rat hatten sich einstimmig für Justus Rose ausgesprochen, auch der Westfälische Heimatbund gab grünes Licht. Ostwigs Ortsvorsteher Manfred Ramspott freut sich über den engagierten Jugendlichen: „Er zeigt ein außergewöhnliches Interesse für das Dorfgeschehen und die Geschichte des Dorfes.“ Für den neuen Ortsheimatpfleger keine Frage: „Heimatinteresse und geschichtliches Interesse ist da“, betont er.

Er sei angesprochen worden, ob er kein Interesse habe, erzählt der 19-Jährige. „Ich hatte Bedenkzeit. Und da mir viel Unterstützung zugesagt wurde, habe ich mich dafür entschieden.“ Selbst im Freundes- und Bekanntenkreis wurde keine Verwunderung über das Engagement geäußert: „Alle haben mir gesagt, ich kann sie ansprechen, wenn ich Hilfe und Unterstützung brauche.“

Drei Jahre lang war der Posten nicht besetzt – in dieser Zeit übernahm Ortsvorsteher Manfred Ramspott die Aufgaben mit. Umso größer ist auch seine Freude über den jungen Mitbürger, der sich so ins Dorfleben mit einbringe. Selbst beim Westfälischen Heimatbund sei die Neubesetzung des Amtes mit einem so jungen Mann auf große Begeisterung gestoßen, berichtet Bürgermeister Ralf Péus.

 

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Zunächst möchte sich Justus Rose einen Überblick verschaffen, Kontakte zu Vereinen und Ortsvorsteher vertiefen. Das erste Projekt seiner Amtszeit wird die Flurnamen-Deutung sein, die im Rahmen der Arbeit des Heimatbundes Bestwig geplant ist. Dabei will man der Bedeutung und den Hintergründen alter Flurnamen auf den Grund gehen. Geplant ist auch bereits eine geschichtliche Wanderung rund um Ostwig – geführt von Ortsvorsteher Manfred Ramspott und Ortsheimatpfleger Justus Rose.