Bestwig. Konzeptionell gearbeitet wird im Bereich Feuerwehr bei der Gemeinde Bestwig schon seit vielen Jahren. Nun gibt es einen dem Gesetz angepassten Brandschutzbedarfsplan. Alle fünf Jahre muss er fortgeschrieben und angepasst werden.

Zentrales Ziel ist es, „eine leistungsfähige Feuerwehr“ zu erhalten. Neu ist das nicht: „Das Fahrzeugkonzept wird seit Jahren schon sukzessive umgesetzt“, erläutert Claudia Schmitten, als Leiterin des Bürgeramtes auch für den Brandschutz in der Gemeinde Bestwig zuständig, „neue Fahrzeuge wurden und werden regelmäßig angeschafft.“ Auch regelmäßige Ersatz- und Neuanschaffungen von Geräten gehören zum laufenden Geschäft. Die Einführung des Digitalfunkes befindet sich in den letzten Zügen, in 2019/2020 steht aufgrund einer technischen Normänderung eine Umstellung von vorhandenen „Normaldruck-“ auf „Überdruck“-Lungenautomaten an.

Nun wurde mit Unterstützung von Gemeindebrandinspektor Andreas Schulte und seiner Stellvertreter Uwe Mikitta und Daniel Drewek sowie Vertretern des Hochsauerlandkreises der neue Brandschutzbedarfsplan erarbeitet. Der Plan wurde zunächst den Fraktionen und dann dem Rat vorgestellt – und stieß auf durchweg sehr positive Resonanz, wie Claudia Schmitten erfreut feststellte. Die Ratsmitglieder hätten zustimmend zur Kenntnis genommen, dass „in Zukunft viel auf die Gemeinde zukommen wird – fahrzeug- und gerätetechnisch“, unterstreicht Bürgermeister Ralf Péus: „Es wird investiert werden müssen. Und dafür sagte der Rat die volle Unterstützung zu.“ Einstimmig wurde der Plan vom Rat der Gemeinde Bestwig abgesegnet.

Auf einem guten Weg ist man in der Gemeinde Bestwig auch in Sachen Feuerwehrgerätehäuser: Im Juli letzten Jahres gab es Begehungen mit einer Sicherheitsfirma. Gemeinsam mit dem Bau- und Umweltamt wird nun beraten, welche Maßnahmen in welchem Zeitrahmen umgesetzt werden. Für bauliche Optimierungsmaßnahmen in den Gerätehäusern stehen künftig pauschal 30.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Sofern größere Umbauten oder eventuell Neubauten erforderlich werden, müsste der Rat wiederum grünes Licht geben.

Erhalten bleiben soll die bewährte Organisationsform mit mit dem Löschzug Velmede-Bestwig sowie den fünf Löschgruppen Andreasberg, Heringhausen, Nuttlar, Ostwig und Ramsbeck. Ohne die kleinen Einheiten vor Ort geht nichts: „Die Löschgruppen in den Ortsteilen sind unabweisbar notwendig, um kleinere Einsätze selbst und bei mittleren und größeren Schadensereignissen die ersten Schadensbekämpfungsmaßnahmen durchführen zu können“, heißt es daher im Brandschutzbedarfsplan ausdrücklich.

Zurzeit sind 174 Feuerwehrkameraden/innen im Alter zwischen 18 und 67 Jahren sowie 44 Jugendfeuerwehrkameraden/innen aktiv und ehrenamtlich tätig. Noch besteht kein akuter Personalmangel. Gleichwohl ist die Gewinnung von doppelten Mitgliedschaften, die Mitgliederwerbung für Quereinsteiger sowie die Nachwuchsarbeit in der Jugendfeuerwehr in der Zukunft unerlässlich, um auch weiterhin die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr zu gewährleisten. „Alle Interessierten sind herzlich willkommen“, so Claudia Schmitten. Darüber hinaus sei die bereits gut funktionierende Interkommunale Zusammenarbeit nach Möglichkeit weiter auszubauen.