Bestwig. Es ging darum, die Dörfer der Gemeinde Bestwig fit für die Zukunft zu machen. Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger waren gefragt. Über 600 machten mit bei den insgesamt 25 Veranstaltungen im Jahresverlauf vor Ort und im Bürger- und Rathaus. Das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept, kurz IKEK genannt, sollte zeigen: „Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Wie wollen wir diese Ziele erreichen?“, fasste Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus es bei der zentralen Abschlussveranstaltung zusammen.

Ende 2017 hatte der Rat der Gemeinde Bestwig beschlossen, die Erarbeitung eines IKEK in Auftrag zu geben und das Institut für Regionalmarketing, Marl mit der Erstellung zu betrauen. Gefördert wurde die Konzepterstellung durch das Land. Für Ralf Péus war wichtig, dass das Konzept nicht quasi am Schreibtisch entstand: „Eine ganz entscheidende Rolle bei der Aufarbeitung der Stärken und Schwächen der einzelnen Dörfer sowie der Schwerpunkte, Handlungsfelder und Entwicklungsziele spielten die Experten vor Ort, die Bürgerinnen und Bürger.“
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Somit sei das Konzept „das Resultat unzähliger Diskussionen vor Ort“. Jede Bürgerin und jeder Bürger, der Interesse hatte, habe die Möglichkeit gehabt, seine Vorstellungen einzubringen. Ralf Péus betonte: „Es ist aber auch ein Zukunftskonzept für die Gemeinde und ihre Dörfer, da jedes Dorf, egal wie groß es ist, in die Zukunftsüberlegungen mit einbezogen wurde.“ Alle 17 Ortsteile wurden in den Fokus genommen.

Der Bürgermeister zog ein positives Fazit: „Wir haben viele gute, interessante und nachvollziehbare Ideen für die Weiterentwicklung unserer Dörfer gehört.“ Zugleich warnte er vor Euphorie: „Aber – wie es nun einmal im Leben ist: nicht alles Wünschenswerte ist auch realisierbar.“ Er bat zudem um Verständnis: „Erwarten Sie daher bitte nicht, dass alles kurzfristig in die Tat umgesetzt werden kann. Einiges wird sich erst mittel- oder langfristig verwirklichen lassen.“ Außerdem rief er zu Eigeninitiativen auf.

Zugleich versprach er, dass „die politischen Entscheidungsträger die Erkenntnisse, die in diesem Zukunftskonzept zusammengetragen wurden, stets im Auge behalten werden“. Gemeinsam verfolge man „das Ziel, die Gemeinde Bestwig mit ihren Dörfern gut für die Zukunft aufzustellen und weiter zu entwickeln“.

Jens Steinhoff vom Institut für Regionalmanagement Marl nannte IKEK einen „Brückenschlag zwischen Zukunftsplanung und konkreten lokalen Projekten“. Aus allen Ortsteilen seien bei der Auftaktveranstaltung, den Ortsrundgängen, Bürgerwerkstätten und Themenworkshops Ideen beigetragen worden. Die Themen reichten vom Leerstandsmanagement über Freizeittreffpunkte für Jugendliche bis hin zu Seniorenwohnmodellen. Vieles davon fließt jetzt in das endgültige IKEK ein. Das fertige Konzept wird dann bei der Bezirksregierung Arnsberg zwecks Prüfung vorgelegt. Es wird dort auch abgestimmt, um die Anerkennung für eine mögliche Städtebauförderung zu erreichen.

Alle wesentlichen Unterlagen zum Thema IKEK sind auf der Homepage der Gemeinde Bestwig unter www.bestwig.de veröffentlicht.