Bestwig. Die Gemeinde Bestwig ordnet ihre Schiedsamtsbezirke neu: Die bisherigen Schiedsamtsbezirke I (Velmede, Bestwig, Nierbachtal, Föckinghausen, Halbeswig) und II (Ostwig, Alfert, Borghausen, Nuttlar, Grimlinghausen) werden ab dem 1. Februar 2019 zu einem gemeinsamen Bezirk zusammengelegt. Das hat der Bestwiger Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Hintergrund: Die bisherige Schiedsfrau für den Bezirk I, Petra Vorderwülbecke, hatte gegenüber der Gemeindeverwaltung mitgeteilt, ihr Amt zum 31. Januar 2019 zur Verfügung zu stellen. Da die Anzahl der Schiedsfälle zuletzt ohnehin auf rund ein bis zwei Fälle jährlich zurückgegangen ist und auch mit Blick auf die Größe der Gemeinde hatte die Gemeindeverwaltung die Idee entwickelt, zwei Bezirke zusammenzulegen. Auch das Amtsgericht Meschede hat keine Bedenken gegen dieses Konzept.
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Nach der Zustimmung des Gemeinderates soll nun der bisherige Schiedsmann für den Bezirk II, Hubert Strube, den neu zusammengefassten Bezirk betreuen. Schiedsmann für den früheren Bezirk III (Ramsbeck, Heringhausen, Andreasberg, Dörnberg, Wasserfall, Valme, Pochwerk, Schwabenberg und Berlar) - künftig Bezirk II - bleibt Heinz Pütz.

Obwohl die Zahl ihrer Fälle zurückgeht: Schiedsleute haben eine enorm wichtige Aufgabe, unterstreicht Bürgermeister Ralf Péus: Zum einen entlasten sie durch ihre Arbeit Justiz und Gerichte. Und zum anderen ermöglichen sie den Bürgerinnen und Bürgern, Konflikte auch ohne Gerichtsurteil zu lösen. Bei bestimmten Delikten wie etwa Beleidigungen, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Bedrohung oder Verletzung des Briefgeheimnisses schreibt das Gesetz vor, vor einer Klage bei Gericht durch einen Besuch beim Schiedsmann einen Schlichtungsversuch zu unternehmen. Schiedsleute bringen Menschen nach einem Konflikt wieder an einen Tisch und versuchen, im wahrsten Sinn des Wortes “schiedlich” eine Lösung zu finden - Ralf Péus: „Es ist immer besser, eine Vereinbarung auf Augenhöhe zu treffen.“