Bestwig. Es waren viele neue Gesichter, die die konstituierende Sitzung des Rates der Gemeinde Bestwig am Mittwoch in der Schützenhalle Heringhausen prägten: 14 der 28 Ratsmitglieder sind neu dabei. „Der Gemeinderat ist bunter geworden“, erklärte der neue und alte Bürgermeister Ralf Peus, der mit rund 59 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde. Gleich in mehreren Facetten: Die Grünen sind erstmals im Rat vertreten. Der Altersdurchschnitt sank von 50 auf 46 Jahre. Sieben Ratsmitglieder sind unter 35 Jahren. Der Frauenanteil stieg von 4 auf 7 – somit auf 25 Prozent.

In seiner Antrittsrede betonte Ralf Peus: „Ab jetzt zählt die Konzentration auf die vor uns liegenden Aufgaben. Wir sind aufgerufen, Bestwig weiter voranzubringen, für Lebensqualität zu sorgen und den Standort zu stärken.“ Sich der Kommunalpolitik zu verschreiben, sei „auch eine dankbare Aufgabe“: „Wir können etwas bewirken, wir agieren im eigenen Ort und sehen direkt, was wir erreicht haben“, rief der Bürgermeister zu lebhaften Debatten, aber auch zu Sachlichkeit und einem respektvollen Umgang miteinander auf.

Zwei Stellvertreter werden dem Bürgermeister zur Seite stehen: Markus Sommer (CDU) und Ulrich Bathen (SPD).

Gewählt wurden sechs Ortsvorsteher: für Velmede Martin Bracht, für Nuttlar Markus Sommer, für Ostwig Manfred Ramspott, für Heringhausen Ulrich Bathen, für Ramsbeck Paul Schüttler und für Andreasberg Ulrike Mikita. Verabschiedet wurde
Adelheid Bamfaste, die 26 Jahre lang mit großem Engagement Ortsvorsteherin von Velmede, Bestwig, Föckinghausen, Halbeswig und Nierbachtal war.

Verabschiedet wurden auch 14 langjährige Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker. „Sage und schreibe 207 Jahre kommunalpolitischer Erfahrung“, wie Ralf Peus betonte. Sie alle hätten „ihren Beitrag zur positiven Entwicklung der Gemeinde Bestwig geleistet“. Kommunalpolitik sei eine intensive und unmittelbare Form der Politik: „Das ist alles andere als nur Politik im Kleinen, das ist vielmehr Politik mit großem Gewicht.“