Schulzentrum soll Gesundheitscampus werden: Expertenrunde als erster Schritt
Bestwig. Ein moderner Gesundheitscampus soll aus dem jetzigen Franz-Hoffmeister-Zentrum werden. Um dieses Projekt bedarfsorientiert und tragfähig zu gestalten, wird Bürgermeister Christoph Rosenau zunächst eine Expertenrunde mit Vertretern der heimischen Gesundheitswirtschaft und Bildungseinrichtungen ins Leben rufen. Zu diesem Vorhaben gab der Bestwiger Gemeinderat jetzt einhellig seine Zustimmung.
Hintergrund: Im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2026 hatte der Gemeinderat auf Vorschlag der CDU-Fraktion 100.000 Euro als Planungskosten für einen Gesundheitscampus am Schulzentrum eingestellt. Voraussichtlich im Sommer dieses Jahres wird die St.-Walburga-Hauptschule Meschede nach Abschluss der Arbeiten am dortigen Schulzentrum wieder nach Meschede zurückkehren. Am Franz-Hoffmeister-Schulzentrum ist dann nur noch die Bildungsakademie für Therapieberufe und die Akademie-Praxis für Physiotherapie untergebracht. So entstand der Gedanke, auch weitere Bereiche des Schulzentrums als Gesundheitscampus zu nutzen.
Zum einen könne man auf diese Weise wichtige Medizin- und Gesundheitsangebote für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bestwig schaffen, so Bürgermeister Rosenau. Und zum anderen entstehe eine sinnvolle und zukunftsweisende Nutzung für das Gebäude des Schulzentrums. Allerdings: „Von Anfang an muss sich ein solches Projekt eng an Bedürfnissen und Möglichkeiten der Gesundheits-Dienstleister orientieren“, unterstreicht Christoph Rosenau.
Deshalb sei es sinnvoll, in einem ersten Schritt den Dialog mit diesen Akteuren zu suchen. In der Expertenrunde könnten nach seinen Vorstellungen Mediziner, Apotheker und Therapeuten, aber auch Vertreter von Bildungseinrichtungen vertreten sein – „im Gesundheitswesen etablierte Menschen, die bereit sind, sich für die „gute Sache“ einzubringen”, so Bürgermeister Rosenau.
“Ziel der Expertenrunde soll es zunächst sein, Ideen zu sammeln, Vorstellungen und unterschiedliche Standpunkte abzugleichen, eventuell eine Konzeption vorzudenken, Machbarkeiten zu evaluieren - neudeutsch: Brainstorm zu betreiben”, unterstreicht Christoph Rosenau. Im Anschluss sollte dann ein politisch getragener Arbeitskreis entsprechend einberufen werden und seine Arbeit aufnehmen. Christoph Rosenau: “Mir geht es darum, dieses für unsere Gemeinde wichtige Projekt nunmehr anzustoßen und in der Sache nach vorne zu bringen.“
Einstimmig signalisierte der Gemeinderat seine Unterstützung für diese Vorgehensweise.