Neuer Urnenhain für Andreasberger Kommunalfriedhof
Andreasberg. Der Andreasberger Kommunalfriedhof wird einen Urnenhain bekommen. An drei Laubbäumen werden dann die Urnen von jeweils zehn Verstorbenen ihre letzte Ruhe finden können. Außerdem soll die bestehende Urnenwand in das Friedhofsgelände integriert werden, indem die Zaunanlage verlängert und das Eingangstor versetzt wird. Das haben jetzt einstimmig die Mitglieder des Gemeindeentwicklungsausschusses beschlossen.
Konkreter Anlass war ein Antrag des Andreasberger Ortsheimatpflegers Bernhard Schaub, der auch als sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion dem Gremium angehört. Bernhard Schaub verwies dabei auf den Wandel in der Bestattungskultur – pflegearme oder -freie Bestattungsformen nehmen immer weiter zu. Bernhard Schaub: „Ein Urnenhain bietet eine naturnahe, ästhetische Alternative zum Gräberfeld und fängt den Wunsch nach einer individuellen, aber pflegeleichten Ruhestätte auf.“ Zudem könnten freie Friedhofsflächen so einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Einstimmig folgten die Ausschussmitglieder dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung, auf dem südöstlich gelegenen freien Gräberfeld des Andreasberger Friedhofs schnellstmöglich drei Plateaus anzulegen und mit jeweils einem Laubbaum zu bepflanzen. Die Gestaltung des Urnenhains soll sich dabei an den bestehenden Urnenhainen in Heringhausen, Velmede und Ramsbeck orientieren.
Ebenso einstimmig gaben die Ausschussmitglieder ihre Zustimmung zu dem Vorschlag von Bernhard Schaub, den Zaun einschließlich des Tores in östliche Richtung zu versetzen, sodass sowohl die Kapelle als auch die bestehende Urnenwand innerhalb der eingefriedeten Friedhofsfläche liegen.
Für die Anlage des Urnenhains und die Versetzung der Zaunanlage rechnet die Gemeindeverwaltung mit Kosten von insgesamt rund 25.000 Euro. Gedeckt werden sollen sie durch Mittel zur Umsetzung des Friedhofskonzeptes, die ins Haushaltsjahr 2026 übertragen worden sind.
Besonders würdigte Bernhard Schaub die Geschwindigkeit, mit der sein Antrag im Bürger- und Rathaus bearbeitet worden ist – bereits einen Monat nach Antragstellung komme es zum Umsetzungsbeschluss: “Kompliment an die Gemeindeverwaltung für die zügige Arbeit.”