Mehrheit im Gemeinderat: Bestwig bekommt einen eigenen Ortsvorsteher
Bestwig bekommt einen eigenen Ortsvorsteher. Das hat der Rat der Gemeinde Bestwig am Mittwoch mit den Stimmen der CDU-Fraktion und gegen die von SPD und Grünen beschlossen. Bisher betreute der Ortsvorsteher von Velmede auch Bestwig und weitere Ortsteile mit, war somit Ansprechpartner für über 4.500 Bürgerinnen und Bürger. Künftig ist der Bestwiger Ortsvorsteher für etwa 1.100 davon zuständig.
Beantragt hatte die Änderung die CDU-Fraktion im Bestwiger Rat. Begründung: „Man wolle den Velmeder Ortsvorsteher entlasten. Dafür sei dies, so Fraktionsvorsitzender Alexander Brockhoff, die „praktikabelste Lösung“. Man schaffe damit eine „klare und zukunftsfähige Struktur“, die die „Zusammenarbeit zwischen Velmede und Bestwig stärke“. Außerdem verspreche man sich davon größere Chancen, auch in Zukunft engagierte Menschen für dieses Ehrenamt zu finden, ergänzte CDU-Fraktionsmitglied Gertrudis Dohle. Martin Bracht (CDU) sprach von „einer guten Entscheidung zum Wohle der Bürger“: „Ich sehe hier nur Vorteile“, appellierte er zum „Mut zur Veränderung“. Bürgermeister Ralf Peus betonte, mit der neuen Position Ortsvorsteher Bestwig wolle man „keinesfalls einen Keil zwischen Velmede und Bestwig treiben“.
Jörg Salinus erklärte für die SPD-Fraktion, in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern hätten „die Stimmen überwogen“, die dafür gewesen seien, es bei der jetzigen Regelung zu belassen. Zwar wünschten sich viele Bestwiger eine Ansprechperson, doch, so Salinus diese Aufgabe könne von den örtlichen Ratsvertretern übernommen werden.
Die Thematik stand bereits in der Ratssitzung im November 2024 auf der Tagesordnung. Damals war die Entscheidung vertagt worden, um noch die Zeit zu nutzen, Gespräche zu führen und Meinungen einzuholen. Jetzt fiel die Entscheidung zugunsten des CDU-Antrags gegen die Stimmen der SPD und der Grünen. Im nächsten Schritt wird die Verwaltung eine Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde vorbereiten und dem Rat zur Entscheidung vorlegen. Die Neuregelung soll für die Zeit nach der Kommunalwahl im September gelten.