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Grundschulen in Bestwig verbinden modernen Unterricht und attraktives Schulleben

Grundschule Nuttlar

Bestwig. Die Grundschulen in der Gemeinde Bestwig stellen sich für die Zukunft auf: Wie sehr zeitgemäße Lernformen immer stärker den Schulalltag prägen, wurde jetzt in der jüngsten Sitzung des Bestwiger Schulausschusses deutlich: An allen drei Grundschulen im Gemeindegebiet wird intensiv daran gearbeitet, modernen Unterricht, Betreuungsangebote und besondere Aktionen miteinander zu kombinieren.

Zum Beispiel an der Andreas-Schule in Velmede: Dort entstehen demnächst auf jedem Schulflur zwischen den beiden Klassenzimmern nun Multifunktionsräume, wie Schulleiter Matthias Risse erläuterte. Der Multifunktionsraum ist aus beiden Klassen zugänglich – zum Beispiel für Gruppenarbeit, Lesen oder andere Tätigkeit. Auch die Klassenräume selbst werden mit neuem Mobiliar „zoniert“, um verschiedensten Tätigkeiten und Unterrichtsformen eigenen Raum zu geben. Matthias Risse: „Das bietet ganz neue pädagogische Möglichkeiten.“ Das Ziel: Eine stärkere Strukturierung von Unterrichtsprozessen – mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern ein engagiertes und motiviertes Lernen zu ermöglichen.

Daran wird auch an der Grundschule am Sengenberg in Nuttlar gearbeitet. Auch hier werden in einem laufenden Prozess die Klassenräume umgestaltet – man wolle einen Unterricht, der sich nah an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler orientiert, verstärkt in den Blick nehmen, so Schulleiterin Marina Normann. Sehr gut komme zudem das „Schülerfeedback“ an, bei dem sich die Kinder selbst zu Angelegenheiten im Schulalltag äußern können – Marina Normann: „Die Kleinen freuen sich, wenn ihre Meinungen gehört werden.“

Für die Wilhelmine-Lübke-Grundschule in Ramsbeck informierte Schulleiterin Anne Rat über eine Evakuierungsübung in Zusammenarbeit mit der Löschgruppe Ramsbeck der Freiwilligen Feuerwehr. Die Übung habe nicht nur wichtige Erkenntnisse für die Sicherheit in der Schule geliefert, sondern sei auch für die Kinder ein echtes Erlebnis gewesen – das zudem erste Begeisterung für die wichtige Arbeit der Feuerwehr geweckt habe.

Sehr positiv laufen in Ramsbeck zudem die Anmeldungen für das neue Betreuungsangebot „13plus“, das es an der Wilhelmine-Lübke-Grundschule ab dem kommenden Schuljahr geben wird. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler nach Unterrichtsende bis in den früheren Nachmittag betreut und haben auch die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen einzunehmen. Zu einer kleinen „Mensa“ werden dabei Räume im dann freiwerdenden Feuerwehrhaus.

Dann sind an allen drei Grundschulen im Gemeindegebiet vielfältige Betreuungsangebote vorhanden – auch mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich, der ab dem kommenden Schuljahr in Kraft tritt: An der Velmeder Andreas-Schule gibt es die Offene Ganzstagsschule (OGS) sowie die Betreuung „acht bis eins“; an der Grundschule am Sengenberg in Nuttlar sowie an der Wilhelmine-Lübke-Grundschule Ramsbeck die „acht bis eins“- sowie die „13plus“-Betreuung.

Überlegungen, auch in Nuttlar und Ramsbeck die „13plus“-Betreuung zum Schuljahr 2027/28 durch eine OGS zu ersetzen, erteilten die Mitglieder des Schulausschusses einstimmig eine Absage. Gleichzeitig erteilten sie aber der Gemeindeverwaltung die Aufgabe, die weitere Entwicklung der Bedarfe im Bereich der Ganztagsbetreuung kontinuierlich zu beobachten und regelmäßig auszuwerten. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt ein entsprechender Bedarf abzeichnen, soll die Einführung eines Offenen Ganztags erneut geprüft werden.

Im Rahmen der jährlichen Schulentwicklungsplanung zeichnet sich ab, dass der Bestand der drei Grundschulen im Gemeindegebiet langfristig gesichert ist – bei der Andreas-Schule in zweizügiger Form, bei der Wilhelmine-Lübke-Grundschule und der Grundschule am Sengenberg vorwiegend in einzügiger Form.

Ulrike Mikitta (CDU), Vorsitzende des Schulausschusses, sieht die heimischen Schulen als guten und zeitgemäßen Ort für junge Menschen: „Unsere Schulen zeigen, dass sich Lernmethoden ändern.“ Und auch Bürgermeister Christoph Rosenau dankt den Schulleitungen und den Lehrerkollegien insgesamt für die pädagogische Arbeit: „Sie bilden Schülerinnen und Schüler aus, die künftig mal unsere Gesellschaft prägen werden – da geben sie ihnen etwas unendlich Wichtiges mit.“