Generationen übergreifende Arbeit: MGV Velmede belegt 1. Platz beim Bestwiger Heimatpreis 2025
Bestwig. Der MGV 1864 Velmede e.V. mit seinen drei Chören MGV, MGVchen und feinCHORd steht für eine Generationen übergreifende Arbeit mit Gesang und Veranstaltungen, die zum Teil weit über die Gemeindegrenzen hinaus reichen. Dieses Engagement würdigt die Gemeinde Bestwig jetzt mit dem 1. Platz beim Bestwiger Heimatpreis 2025.
Das gab Marius Kottlors (SPD), Vorsitzender des Bestwiger Bürgerausschusses, jetzt in der Sitzung des Gemeinderates bekannt. Im MGV 1864 Velmede engagieren sich Mitglieder mit einer Altersspanne von 17 bis 85 Jahren, so Marius Kottlors: „Für einen Chor besonders und definitiv generationenübergreifend.“ Zudem sei der Verein Organisator verschiedener Veranstaltungen wie Chorpaddy, Kaffeekonzert oder dem Knükelfest. Die MitSingWeihnacht ist in der Gemeinde Bestwig sogar einmalig. Es ist ein gemeinsames Weihnachtsliedersingen an verschiedenen Orten der Gemeinde. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro.
Der 2. Platz beim Heimatpreis – und ein Preisgeld von 1.500 Euro - geht an den TuS Valmetal. Besonders hervorzuheben sei das Zeltlager am Selker Noor, das vom TuS Valmetal seit 2022 organisiert und durchgeführt werde. Neben der Vermittlung vieler Sozialkompetenzen durch erlebnispädagogische Angebote verfolge das Zeltlager auch das Ziel, Kinder nach der Corona-Pandemie wieder zusammenzubringen, so Marius Kottlors: Besonderheit: Kinder aus der gesamten Gemeinde fahren mit ins Zeltlager am Selker Noor.
Trägerin des 3. Platzes ist die Caritas-Konferenz Andreasberg. Während sie bis 2021 klassische Aufgaben einer Caritas – wie etwa Seniorenbetreuung – verfolgte, habe sie sich seitdem für ein aktives Miteinander in Andreasberg und für das Dorfleben eingesetzt, erläuterte Marius Kottlors. Das Spektrum reicht dabei von der Organisation verschiedenster Aktionen für alle Altersgruppen – wie etwa Sternsingertreffen und Kochen mit Kindern über Plätzchenbacken und Bingo für Senioren bis hin zu Reibekuchen- und Schnitzeltagen für ganze Familien. Marius Kottlors: „Die Caritas-Konferenz prägt das Dorfleben in Andreasberg entscheidend.“
Der Bestwiger Heimatpreis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert, die komplett das Land NRW trägt. Es handelt sich um eine Initiative des vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW ins Leben gerufenen Förderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“. Die Gemeinde Bestwig hat das Preisgeld auf drei Stufen aufgeteilt.
Aus den acht Bewerbungen wählte eine Bewertungskommission, bestehend aus dem Vorsitzenden des Bürgerausschusses, seinem Stellvertreter sowie je einem weiteren Mitglied aus den Fraktionen des Gemeinderats, die Preisträger aus. Der Bürgerausschuss folgte diesen Vorschlägen einstimmig.
Mit dem Heimatpreis würdige die Gemeinde Bestwig nicht nur ehrenamtliches Engagement, sondern biete „darüber hinaus auch einen deutlichen Motivationsschub für die zukünftige Arbeit“, so das Fazit von Bürgermeister Christoph Rosenau. Alle Bewerbungen – und vor allem Projekte und ehrenamtlicher Einsatz, die dahinterstecken – seien wichtig für die Gemeinde Bestwig. Christoph Rosenau ermunterte die Vereine, die in diesem Jahr nicht „auf dem Treppchen“ gelandet sind, sich im kommenden Jahr wieder zu bewerben – und ebenso neue Aspiranten, die sich für die Gemeinde Bestwig und die Heimat engagieren.
Die Preisverleihung an die drei Organisationen wird im Rahmen des Bestwiger Neujahrsempfangs Anfang Januar 2026 erfolgen.