Für respektvolles Zusammenleben, gegen Rassismus: Klare Botschaft im Gemeinderat
Bestwig. „Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Gewaltandrohungen haben in Bestwig keinen Platz“: Mit dieser klaren Botschaft hat Bürgermeister Christoph Rosenau in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates auf den Vorfall am Bestwiger Bahnhof vom 20. August reagiert. Sein Statement, das in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden und auf Initiative von Ratsvertreterin Katja Seidel formuliert worden war, erhielt die einhellige Zustimmung aller Ratsmitglieder.
Nach bislang vorliegenden Informationen sollen dort zwei junge Frauen von einem älteren Ehepaar mit rassistischen und beleidigenden Äußerungen konfrontiert worden sein. Zudem soll eine der beiden Frauen mit sexualisierter Gewalt bedroht worden sein. Eine abschließende rechtliche Bewertung des Geschehens steht noch aus und ist Aufgabe der zuständigen Ermittlungsbehörden - beziehungsweise gegebenenfalls der Gerichte.
Unabhängig davon machte der Gemeinderat nun deutlich, dass rassistische, menschenverachtende oder diskriminierende Äußerungen sowie jede Form von Gewalt und Gewaltandrohung entschieden abgelehnt werden.
„Die Gemeinde Bestwig steht für ein respektvolles, friedliches und demokratisches Zusammenleben aller Menschen – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion oder persönlicher Lebensgeschichte“, unterstrich Bürgermeister Rosenau. Niemand dürfe aufgrund seiner Herkunft oder der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe herabgewürdigt, bedroht oder ausgegrenzt werden.
Zugleich betonte Christoph Rosenau, dass der Vorfall nicht für das Miteinander in Bestwig stehe. Nach der Wahrnehmung des Gemeinderates handelt es sich um einen Einzelfall, der nicht zum Bild der Gemeinde werden dürfe.
„Bestwig steht für Weltoffenheit, Vielfalt, Respekt und gegenseitige Achtung“, heißt es in dem Statement. Der Gemeinderat wolle gemeinsam dafür einstehen, dass dies auch weiterhin die Grundlage des Zusammenlebens in der Gemeinde bleibt.
Mit der einstimmigen Zustimmung zum Statement setzte der Gemeinderat ein gemeinsames Zeichen für ein respektvolles Miteinander und gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Gewalt.