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Feuerwehrhaus Ramsbeck: Arbeiten für Neubau gehen auf die Zielgerade

Ramsbeck. Neue Unterkunft für die Löschgruppe Ramsbeck der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Bestwig: Die Arbeiten am Neubau des Feuerwehrhauses in der Schulstraße laufen auf Hochtouren. Noch in diesem Jahr sollen die Feuerwehr-Aktiven in ihr neues Domizil umziehen können.

Der Außenputz am Gebäude ist bereits angebracht, im Innenbereich sind die Sanitäreinrichtungen nahezu fertiggestellt – ebenso wie das W-Lan für das Gebäude. In den Umkleidebereichen werden die Spinde für die Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe durch ein heimisches Unternehmen hergestellt und geliefert. In der Fahrzeughalle wird in einem nächsten Schritt die Abgas-Absauganlage für die Fahrzeuge installiert.

Beheizt wird das Feuerwehrhaus künftig mit einer besonders effektiven Sole-Wasser-Wärmepumpe. Acht Grad warmes Wasser, das per Erdwärmesonde in rund 150 Meter Tiefe gewonnen wird, liefert den „Betriebsstoff“ für die Wärmepumpe, erläutert Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig. Auf diese Weise wird ein besonders wirtschaftlicher Heizbetrieb für das Feuerwehrhaus ermöglicht: Mit dem Einsatz von einer Kilowattstunde Strom können fünf Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugt werden, erwartet Hubertus Kreis. Die bereits installierte Fußbodenheizung sorgt für eine optimale Wärmeverteilung im Gebäude. Auch die Lüftungsanlage ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet.

Zudem ist das neue Gebäude „warm eingepackt“: Das Fundament ist gedämmt; und auch die Außenfassade hat inklusive der Fahrzeughalle ein Wämedämmverbundsystem. Die Fenster bestehen aus einer Dreifachverglasung. Hubertus Kreis: „Ziel ist es, möglichst wenig Energie zu verbrauchen.“

Und auch sonst entspricht das Gebäude den aktuellen Bedingungen für moderne Feuerwehrarbeit: Die Zufahrtswege für zum Einsatz anrückende Feuerwehrkameraden und -kameradinnen sind von der Ausfahrt der Fahrzeuge getrennt; neben 18 Pkw-Stellplätzen wird es auch 6 für Fahrräder geben. Im Gebäude selbst ist eine klare Schwarz-Weiß-Trennung vorgesehen: Eine Abgrenzung von Bereichen, in denen sich mit Rauchgas kontaminierte Einsatzkleidung – zum Beispiel nach Brandeinsätzen – befindet, von Bereichen, in denen saubere und einsatzbereite Gegenstände gelagert werden.

Der Grundriss des Gebäudes orientiert sich an den funktionellen Abläufen der Freiwilligen Feuerwehr. Sanitärbereiche sind für Feuerwehrkameradinnen und -kameraden getrennt; ebenso gibt es zwei große Lagerräume und einen Bereich für die Jugendfeuerwehr. Die Tore der Fahrzeughalle sind 4 Meter breit und 4,5 Meter hoch – ausreichende Abmessungen selbst für künftige Einsatzfahrzeuge.

Bis zum Jahresende soll das neue Feuerwehrhaus bezugsfertig sein. Für das gesamte Projekt rechnet die Gemeinde Bestwig mit Kosten von rund 2,5 Mio. Euro.