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Feuerwehrhaus Andreasberg: Mehr Nachhaltigkeit durch neues Heizsystem

Andreasberg. Mehr Nachhaltigkeit, aber auch mehr Komfort bei der Nutzung des Feuerwehrhauses in Andreasberg: Die Gemeinde Bestwig hat in dem Gebäude die frühere Ölheizung durch zwei Wärmepumpen ersetzt. Sie ermöglichen, das Gebäude genau am Bedarf orientiert zu beheizen.

Der Verzicht auf den fossilen Brennstoff Öl soll dabei nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern langfristig zudem für Spar-Effekte bei den Bewirtschaftungskosten sorgen, erläutert Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig. Kombiniert werden die Wärmepumpen mit einer Photovoltaik-Anlage, um die für den Betrieb nötige elektrische Energie zu erzeugen. Dafür werden die kompletten Dachflächen des Feuerwehrhauses genutzt.

Bereits in Betrieb ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. „Sie hält die Temperatur in allen Räumen bei konstant 18 Grad“, erklärt Hubertus Kreis. Das ist auch deshalb möglich, weil das Feuerwehrhaus mit einem Wärmedämm-Verbundsystem quasi „warm eingepackt“ ist. Allerdings: Für die Nutzung des Schulungsraums – etwa bei Übungsabenden oder Fortbildungen – ist die Temperatur zu niedrig. „Und es wäre auf diese Weise auch nicht möglich, den Raum schnell aufzuheizen, um sich dort dann aufzuhalten“, weiß Hubertus Kreis:

Die Lösung: Eine zusätzliche Luft-Luft-Wärmepumpe – ein so genanntes Klima-Split-Gerät. „Solche Geräte übertragen ihre Wärme nicht auf das Medium Wasser – zum Beispiel für einen Heizkreislauf – sondern auf das Medium Luft“, erläutert Energie-Fachmann Kreis. Die so erzeugte Luft wird dann direkt in den Raum abgegeben, der beheizt werden soll. Solche Geräte sind dort sinnvoll, wo nur wenige Räume beheizt werden sollen – „also ist es genau die richtige Lösung für den Schulungsraum in einem Feuerwehrhaus“, so Hubertus Kreis. Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist bereits am Gebäude angebracht und soll noch vor Beginn der Heizperiode in Betrieb genommen werden.

70.000 Euro stehen im Haushalt der Gemeinde Bestwig für den Austausch des Heizsystems im Feuerwehrhaus Andreasberg bereit. Die deutlich sinkenden Heizkosten werden dafür sorgen, dass sich die Anlage über ihre Betriebszeit amortisieren wird, ist Hubertus Kreis überzeugt.