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Bürgerausschuss votiert einstimmig für Ehrenamtskarte NRW in der Gemeinde Bestwig

Bestwig. Das Ehrenamt hat eine besondere Bedeutung in der Gemeinde Bestwig: Auf diese Weise werden in den Orten an Ruhr, Valme und Elpe wichtige Eckpfeiler für Lebensqualität, Gemeinschaft und Dorfleben gesetzt. Die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, sollen bald ein weiteres Stück Anerkennung bekommen: In der Gemeinde Bestwig könnte die Ehrenamtskarte NRW eingeführt werden. Das jedenfalls schlägt der Bestwiger Bürgerausschuss einstimmig dem Gemeinderat vor.

Die Ehrenamtskarte bietet die Möglichkeit, öffentliche und private Angebote in ganz Nordrhein-Westfalen zu vergünstigten Konditionen zu nutzen. Ausgegeben wird sie an Personen, die sich intensiv ehrenamtlich betätigen – im Schnitt mindestens vier Stunden pro Woche. Die Idee zur Einführung in der Gemeinde Bestwig geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück, ist aber auch nicht neu.

„Ohne das Engagement freiwilliger Helferinnen und Helfer wären zahlreiche Angebote im sozialen, sportlichen und kulturellen Bereich nicht realisierbar und könnten auch langfristig nicht aufrechterhalten werden“, unterstreicht Bürgermeister Christoph Rosenau. Die Ehrenamtskarte NRW sei eine Möglichkeit, den freiwilligen Einsatz zu würdigen und den engagierten Mitgliedern in den Orten der Gemeinde zu danken.

Das Land NRW hat für die Vergabe der Ehrenamtskarte NRW einheitliche Kriterien erarbeitet, die in ganz Nordrhein-Westfalen gelten. Dazu gehören – neben dem überdurchschnittlichen Engagement von mindestens vier Stunden pro Woche – weitere Punkte: Aufwandsentschädigungen zum Beispiel dürfen den steuerlichen Freibetrag der Ehrenamtspauschale bzw. der Übungsleiterpauschale nicht übersteigen. Die Gemeinde Bestwig möchte zudem das Mindestalter für die Vergabe der Karte auf 16 Jahre festlegen. Die ehrenamtliche Tätigkeit muss in der Gemeinde Bestwig erbracht werden und seit mindestens zwei Jahren erfolgen. 

Die Karte wird dann für einen Zeitraum von zwei Jahren ausgestellt. Vorschlagsberechtigt sind Vertreter von Vereinen; bei Tätigkeiten außerhalb von Vereinen können auch die Engagierten selbst oder Personen aus ihrem Umfeld Vorschläge einreichen.

SPD-Fraktionschef Matthias Scheidt regte an, zudem über die Einführung der so genannten „Jubiläums-Ehrenamtskarte“ nachzudenken. Sie ist für Menschen gedacht, die sich bereits mindestens 25 Jahre ehrenamtlich engagiert haben und würde unbefristet ausgestellt. Bürgermeister Rosenau schlug vor, in einem ersten Schritt zunächst die „Basis-Ehrenamtskarte“ in der Gemeinde Bestwig einzuführen und Erfahrungen damit zu sammeln. Auf Basis dieser Erfahrungen könne dann später über den weiteren Weg entschieden werden.

Dieser Weg fand die einhellige Zustimmung der Ausschussmitglieder. Nach der Beschlussempfehlung des Bürgerausschusses wird nun voraussichtlich der Gemeinderat in seiner Sitzung am 8. Juli abschließend über die Einführung der Ehrenamtskarte NRW in der Gemeinde Bestwig entscheiden.