Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen Zum Seitenfuß springen

Bestwig: Immer mehr Straßenlaternen mit LED-Technik – und bewegungsabhängigem Licht

Bestwig. Die Sanierung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Bestwig nimmt Fahrt auf: Knapp 37 Prozent der rund 1.500 Leuchtstellen im Gemeindegebiet werden Ende 2026 voraussichtlich auf die moderne LED-Technik umgerüstet sein – und ein wachsender Anteil davon erhält eine bewegungsabhängige Lichtsteuerung. Darüber informierte Robin Pohl, Umweltschutztechniker bei der Hochsauerlandwasser GmbH (HSW), jetzt die Mitglieder des Gemeindeentwicklungsausschusses.

Hintergrund: Seit dem Jahr 2010 ist das heimische Kommunalunternehmen in seinen Gesellschafterkommunen – den Städten Meschede und Olsberg sowie der Gemeinde Bestwig – für Betrieb und Unterhaltung der Straßenbeleuchtung zuständig. Für alle drei Kommunen führt die HSW seit dem Jahr 2022 ein Modernisierungsprogramm durch, mit dem in einem Zehn-Jahres-Zeitraum die Straßenbeleuchtung komplett saniert werden soll.

Der Auftakt verlief dabei schleppend: Wichtige Gründe dabei waren rechtliche Unklarkeiten beim – mittlerweile geänderten – Kommunalabgabengesetz (KAG) NRW sowie Schwierigkeiten mit dem Material zu Beginn des Ukraine-Kriegs. „Aber man muss auch klar sagen, dass wir mittlerweile deutlich an Geschwindigkeit aufgenommen haben“, unterstrich Robin Pohl: Allein im Jahr 2026 werden im Gemeindegebiet 22 Straßen mit rund 150 Leuchtstellen saniert – das entspricht 11 Prozent der Straßenbeleuchtung im Gemeindegebiet. Gut 280.000 Euro werden dabei investiert.

Dabei werden die Straßenlaternen nicht nur modern, sondern sogar „smart“: Immer mehr Leuchtstellen in Wohnstraßen werden mit so genanntem bewegungsabhängigem Licht ausgestattet – in Form eines so genannten „Hubs“; einer Art Mini-Computer, der unter der Leuchte befestigt wird. Dieser „Hub“ ermöglicht – unter anderem – dass benachbarte Leuchten miteinander kommunizieren.

Dabei erkennen die Leuchten Bewegung und erhöhen ihre Lichtleistung dann von 10 Prozent auf bspw. 80 Prozent – und ebenso wird die Nachbarleuchte gesteuert, in deren Richtung die Bewegung erfolgt, erläuterte Robin Pohl. Durch den „Dauerbetrieb“ mit 10 Prozent sei gewährleistet, dass Personen weiterhin sichtbar sind und Orientierung jederzeit möglich ist, so der HSW-Umweltschutztechniker. Nach einer „Haltezeit“ von 90 Sekunden von 80 Prozent Lichtleistung bei Bewegung reduziert die „smarte“ Leuchte anschließend wieder auf 10 Prozent. Robin Pohl: “Auf diese Weise können wir die Energiekosten noch einmal deutlich senken – und auch die Lichtemissionen werden reduziert.”

In den Reihen der Ausschussmitglieder stieß die positive Entwicklung auf einhellige Zustimmung – Ausschussvorsitzender Markus Sommer (CDU): “Schön, dass das Ganze jetzt Dynamik aufgenommen hat.”