Es ist eine Diagnose, die alles anders werden lässt - vor allem für die Betroffenen, aber auch für ihre Familien und ihr Umfeld: Demenz.

Erkrankte Menschen verändern sich, benötigen mehr und mehr Hilfe, um den Alltag zu bewältigen - und auch Angehörige und Begleitpersonen stehen vor großen Herausforderungen. Informationen und Hilfestellungen gibt es jetzt im neuen „DemenzWegweiser“.

In der zwölfseitigen Broschüre finden Interessierte und Betroffene eine ganze Fülle von Ansprechpartnern und Beratungsangeboten. Die Themen sind dabei breit gefächert - ebenso wie die Herausforderungen, vor denen Angehörige von Demenzkranken stehen. Das Spektrum reicht von medizinischer Hilfe über Fragen zur Pflegeversicherung und Adressen von Selbsthilfegruppen bis hin zu ambulanter und stationärer Pflege sowie Entlastungsangeboten.

Herausgeber des DemenzWegweisers ist das Demenznetzwerk für die Region Bestwig, Eslohe, Meschede und Schmallenberg. 2017 hat sich eine Pilotgruppe mit der Unterstützung des Demenz-Servicezentrums Region Südwestfalen auf den Weg gemacht, um ein Demenznetzwerk im Hochsauerlandkreis ins Leben zu rufen. Mit Vertretern der Wohlfahrtsverbände, der Altenpflege- und Gesundheitswirtschaft und vor allem mit tatkräftiger Unterstützung durch die Kommunen und den Hochsauerlandkreis haben die Akteure die ersten Schritte in Richtung regionaler Vernetzung gemacht.

Ziel ist es, die Lebens- und Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und ihren Familien in der Region zu optimieren, so die Netzwerk-Mitstreiter: „Kontinuierliche Aufklärung über das Thema Demenz, über bestehende Angebote und Entlastungsmöglichkeiten, das Thema aus der Tabuecke  holen, Menschen mit Demenz gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und die Einbeziehung von Betroffenen - das sind die Themen, die wir anpacken möchten.“ Akteure sind stationäre und teilstationäre Einrichtungen der Altenhilfe aus der Region, das St. Walburga-Krankenhaus Meschede, die Alzheimer Gesellschaft HSK e.V., Entlastungsdienste, der Seniorenbeirat der Stadt Meschede, kommunale Vertreter der Stadt Meschede, das Stadtmarketing der Stadt Meschede, die Trägerunabhängige Pflege- und Wohnberatung des Hochsauerlandkreises, compass private pflegeberatung GmbH und das Demenz-Servicezentrum Region Südwestfalen (DSZ-RSW).

Der jetzt entstandene DemenzWegweiser ist eines der ersten Projekte des neuen Zusammenschlusses. Gesammelt hat die Daten das Demenz-Servicezentrum Südwestfalen - in enger Abstimmung mit den lokalen Akteuren. Layout und Druckabwicklung hat das Mescheder Stadtmarketing übernommen. Möglich wurde das Projekt aber auch durch die finanzielle Unterstützung der Städte Meschede und Schmallenberg, der Gemeinden Bestwig und Eslohe sowie des Hochsauerlandkreises; einen weiteren Teil der Kosten haben die Netzwerkakteure übernommen.

Der DemenzWegweiser wurde in einer Auflage von 5000 Exemplaren gedruckt - die Broschüre ist kostenlos erhältlich in den Rathäusern der vier Kommunen, bei der Trägerunabhängigen Pflege- und Wohnberatung des Hochsauerlandkreises, in den Einrichtungen der Altenhilfem sowie beim DSZ-RSW. Auch auf den Internet-Seiten aller Kommunen, des Hochsauerlandkreises, der jeweiligen Akteure und des DSZ-RSW steht die Broschüre als PDF-Datei zum Herunterladen bereit.

Und ein neues Projekt des Demenznetzwerks steht auch schon fest: Am Dienstag, 19. Juni, wird eine kulturelle Veranstaltung im Bürgerzentrum Alte Synagoge in Meschede stattfinden. Weitere Informationen zum Demenznetzwerk finden Interessierte zudem unter www.demenz-service-suedwestfalen.de im Internet.