Bestwig. Die Gemeinde Bestwig will eine Strategie erarbeiten, um die Dörfer und Ortschaften im Gemeindegebiet weiterzuentwickeln und „zukunftsfest“zu  machen. “Schließlich wollen wir, dass unsere Orte auch künftig lebenswerte und vor allem attraktive Plätze zum Wohnen, Arbeiten und Leben sind”, betont Bürgermeister Ralf Péus. Deshalb soll in den kommenden Monaten die Strategie „Zukunft gestalten: Ein Entwicklungskonzept für die Gemeinde Bestwig und ihre Dörfer“ erstellt werden. Dazu fällt nun der “Startschuss” - und zwar im Bürger- und Rathaus.

 

Formal heißt es “Integriertes kommunales Entwicklungskonzept” (IKEK), was quasi zum „roten Faden“ werden soll bei der Frage, worauf es in den nächsten Jahren in den Bestwiger Ortsteilen ankommt. Hinter dem sperrigen Begriff verberge sich eine echte Chance für die heimischen Dörfer, so Ralf Péus: „Schließlich sollen sie auch in Zukunft lebendige Gemeinschaften und attraktive Orte sein.” Das Konzept wird dabei ein „Brückenschlag“ von strategischen Ansätzen und Zielen auf Gemeinde-Ebene zur Umsetzung von ganz konkreten (Leit-)Projekten vor Ort. “Wie können Wohnangebote für Jung und Alt vorgehalten, Versorgungs- und Freizeitangebote sowie ein vielfältiges Bürgerengagement gesichert werden?“, „Worin liegen die Stärken unserer Dörfer?“ - Dies sind einige Fragen, die im Dorfentwicklungsprozess vorangebracht werden sollen.

 

Ganz wichtig dabei: Die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. „Sie sind die Experten für ihre Orte - hier haben sie die Chance, sich mit ihren Kenntnissen und Wünschen einzubringen und ein erfolgreiches Handlungskonzept für die kommenden Jahre mit zu gestalten“, unterstreicht Ralf Péus: “Und nur mit der Hilfe und den Ideen von uns allen können wir etwas bewegen und unsere Gemeinde gemeinsam für die Zukunft sicher aufstellen.”

 

Deshalb sind alle Interessierten zu der öffentlichen Auftaktveranstaltung eingeladen. Sie findet am Montag, 19. März, um 18 Uhr im Großen Bürgersaal des Bürger- und Rathauses statt. Das Team der Gemeindeverwaltung sowie das Institut für Regionalmanagement (IfR) aus Marl und Bad Berleburg, das den IKEK-Prozess begleitet, stellen die Inhalte der Planungen und den weiteren Zeitplan vor. „Selbstverständlich können Bürgerinnen und Bürger auch schon Anregungen zur Weiterentwicklung in den Ortsteilen einbringen“, so Jörg Stralka, Leiter des Bau- und Umweltamtes. In einem zweiten Schritt finden im Juni 2018 in allen Ortschaften öffentliche Workshops statt. Bis zum Spätherbst soll das Zukunftskonzept fertig sein.

 

Besonderes „Bonbon“: Mit einem IKEK hat die Gemeinde Bestwig die Möglichkeit, für bestimmte Projekte in den Dörfern eine deutlich verbesserte Förderung durch das Land NRW in Anspruch zu nehmen. Jörg Stralka: “Damit steigen natürlich auch die Chancen, Projekte umzusetzen, die von den Bürgern gewünscht werden.”

 

Zur Auftaktveranstaltung am 19. März sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ins Bürger- und Rathaus eingeladen. Ansprechpartner für das IKEK sind in der Gemeindeverwaltung Sandra Fischer, (Tel. 02904/987-203) und im Büro IfR Jens Steinhoff (Tel. 02365/856-8260). Weitere Infos gibt es zudem unter www.bestwig.de im Internet.