Bestwig. Moderne Fenster an der Grundschule Ramsbeck, neue Heizungsanlagen in der Grundschule Nuttlar und im Feuerwehrhaus Bestwig oder eine gedämmte Außenwandverkleidung an der Turn- und Schwimmhalle Velmede: In der Gemeinde Bestwig sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen durchgeführt worden, um die Energie-Effizienz zu erhöhen. Möglich wurde das durch Fördergelder nach dem so genannten Kommunalinvestitionsfördergesetz NRW. Jetzt gibt es für die Gemeinde Bestwig nochmals Fördermittel - und zwar speziell für eine bessere Infrastruktur an den Schulen.

 

Knapp 300.000 Euro stehen der Gemeinde Bestwig dafür zur Verfügung, erklärte Jörg Stralka, Leiter des Bestwiger Bau- und Umweltamtes, in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Da für die Durchführung von Projekten noch ein zehnprozentiger Eigenanteil der Gemeinde Bestwig fällig wird, liegt das tatsächliche Investitionsvolumen bei mindestens 332.000 Euro, so Jörg Stralka.

 

Die Gemeindeverwaltung schlägt vor, dieses Geld vorrangig in die Sanierung des Franz-Hoffmeister-Schulzentrums zu stecken, in dem der Bestwiger Teilstandort der Sekundarschule Olsberg-Bestwig sowie die - auslaufende - Haupt- und Realschule untergebracht sind. Bereits zuvor hatte Bürgermeister Ralf Péus angekündigt, dass die Gemeinde Bestwig in den kommenden Jahren rund zwei Millionen Euro aus Eigen- und Fördermitteln investieren will, um im Schulzentrum bestmögliche Bedingungen für Lernen und Leben zu schaffen.

 

Konkret sollen die Fördermittel in die Anlage von Differenzierungsräumen für den Ganztagsbetrieb sowie die Digitalisierung des Schulbetriebs fließen. Die Gemeindeverwaltung schätzt die Kosten, die dafür in den Jahren 2018 und 2019 anfallen, auf rund 335.000 Euro.

 

Allerdings: Die zugesagten Fördermittel nach dem Kommunalinvestitionsfördergesetz NRW müssen trägerneutral verwendet werden. Will heißen: Auch Schulen in privater oder kirchlicher Trägerschaft können - je nach Verwendungskriterien der Kommune - von den Fördergeldern profitieren. Und das Berufskolleg Bergkloster Bestwig hat bereits Bedarf angemeldet. Das Berufskolleg sei von hoher Bedeutung für den Schulstandort Bestwig, schreibt Geschäftsführer Stefan Burk an Bürgermeister Ralf Péus, „bietet es doch als einzige Sek-II-Schule in der Gemeinde Bestwig die Möglichkeit, vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur allgemeinbildende und berufliche Abschlüsse zu erwerben.“ Ralf Péus will nun den Kontakt zu den Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel, der Träger-Einrichtung des Berufskollegs, suchen, um deren Vorstellungen zu konkretisieren. Wichtig: Sollten dem Berufskolleg Anteile an den Fördermitteln zur Verfügung gestellt werden, müssten sowohl der Schulträger als auch die Gemeinde Bestwig jeweils einen zehnprozentigen Eigenanteil für Maßnahmen an dieser Schule tragen.

 

Zudem verfügt die Gemeinde Bestwig noch über Restmittel in Höhe von gut 24.000 Euro aus der ersten Förder-Tranche des Kommunalinvestitionsfördergesetzes NRW, wie Jörg Stralka mitteilte. Einstimmig beschlossen die Ausschussmitglieder, diese Gelder für eine Erweiterung des Wärmedämmverbundsystems am Erweiterungsbau der Wilhelmine-Lübke-Grundschule in Ramsbeck zu verwenden. Nunmehr muss der Gemeinderat über diese Beschlussempfehlungen beraten.