Ramsbeck. Über ein ganz besonderes Geschenk freut man sich im Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck: Josef Mühlenbein überlässt dem Museum eine mindestens 100 Jahre alte Dampfmaschine. „Die Maschine habe ich von meinem Vater Josef Mühlenbein geerbt“, erzählt er, „der dürfte bereits in den zwanziger Jahren damit gespielt haben.“


Geschenkt bekommen hat der Vater von Josef Mühlenbein das Spielzeug vermutlich von seinem Vater Theodor, Gründer der heute noch bestehenden Firma Theodor Mühlenbein GmbH. „Die Familie Mühlenbein ist traditionell als Müller tätig und betrieb auch im Sauerland viele Mühlenbetriebe mit Wasserkraft“, schildert sein Enkel Josef. So pflegt sein Bruder Georg Mühlenbein noch heute die Turbinen auf dem Niederhof bei Marsberg-Beringhausen, dem Stammsitz der Familie.

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Josef Mühlenbein mit der Dampfmaschine, die er dem Sauerländer Besucherbergwerk geschenkt hat. Foto: Museum



Neben den Steinbrüchen wurde in der Mühle Kalk und Feldspat gemahlen für alle möglichen Kundenkreise. Die Feldspat-Grube bei Radlinghausen war zwar nur etwa 80 Meter tief, aber eine gewisse Bergmannstradition wurde auch dort gepflegt. Josef Mühlenbein erinnert sich gut daran: „Ich habe früher als Kind die Karbitlampen geladen und auch mit Karbit herumgespielt. Und das Steigerlied ist mir wohlbekannt.“


Mit Dampfmaschinen sei früher nicht gearbeitet worden, so der Briloner, wohl aber mit Holzvergasermotoren. Er selbst habe als Kind auch mit einer moderneren Dampfmaschine gespielt: „Da waren allerlei verarbeitende Maschinen in Betrieb, die allesamt von der Höllenmaschine angetrieben wurden. Es dampfte, zischte und hämmerte was das Zeug hergab. Und es machte uns Kindern wenig aus, wenn wir uns mal am Spiritus die Finger verbrannten“, erzählt er begeistert.


Demnächst wird die über 100 Jahre alte Dampfmaschine der Familie Mühlenbein nicht nur im Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck zu bewundern sein, sondern auch in pädagogischen Programmen eingesetzt.