Bestwig. Der Bestwiger Neujahrsempfang ist ein Forum für Austausch und Gemeinschaft über Ortsteil- und Vereinsgrenzen hinweg - und er ist dazu da, um Bürgerinnen und Bürgern Danke zu sagen für ihr ehrenamtliches Engagement. Ein Dankeschön konnte Bürgermeister Ralf Péus jetzt zahlreichen Aktiven persönlich übermitteln - schließlich hat sich der Neujahrsempfang zu einer der größten Veranstaltungen der Gemeinde entwickelt. Und diesmal gab es auch eine ganz besondere Würdigung: Adelheid Bamfaste wurde mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Bestwig ausgezeichnet.
 
Zuvor hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen, der langjährigen Ortsvorsteherin des Doppelortes Velmede-Bestwig und Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft diese höchste Auszeichnung der Gemeinde Bestwig zu verleihen. Seit mehr als 23 Jahren sei Adelheid „Heidi“ Bamfaste als Ortsvorsteherin die „Schnittstelle“ zwischen den rund 4700 Einwohnern des Doppelortes sowie Rat und Verwaltung der Gemeinde Bestwig, so Bürgermeister Ralf Péus. Mehr als 2000 Termine habe Adelheid Bamfaste seit ihrem Amtsantritt 1994 wahrgenommen, rechnete er vor - und mehr als das: „All diese Aufgaben hat sie absolut zuverlässig, gewissenhaft, mit ganz viel Empathie und Herzblut wahrgenommen. Sie hat das Amt der Ortsvorsteherin jederzeit im besten Sinne des Wortes „gelebt“.”
 
Auch Michael Stratmann, 2. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, würdigte das Wirken der engagierten Velmederin: Adelheid Bamfaste liege nicht nur die Ortsgeschichte am Herzen, sondern auch die Weiterentwicklung des Doppelortes durch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Wenn Angela Merkel die “Mutti von Deutschland” sei, “dann bist du, liebe Heidi, die ,Mutti von Velmede und Bestwig’”, so Michael Stratmann.”
 
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Foto: Mit der höchsten Auszeichnung der Gemeinde Bestwig - der Ehrenmedaille - würdigte Bürgermeister Ralf Péus das Wirken der langjährigen Ortsvorsteherin von Velmede und Bestwig, Adelheid Bamfaste - hier mit Laudator Michael Stratmann (re.). Bildnachweis: Gemeinde Bestwig
 
Doch auch neben der Verleihung der Ehrenmedaille stand besonderes Engagement heimischer Vereine und Organisationen im Blickpunkt. So überreichte Ralf Péus dem Velmeder MGVchen eine Urkunde für die Teilnahme am Wettbewerb “Bester Chor im Westen”: Die “erste Boygroup des Sauerlands” habe beim Regionalentscheid im Audimax der Ruhr-Uni Bochum eine beeindruckende musikalische Vielfalt präsentiert und neben der Jury ebenso das Publikum begeistert. Ralf Péus: “Durch den sehr gelungenen Auftritt und die anschließende Übertragung im WDR-Fernsehen hat das MGVchen in äußerst sympathischer Art und Weise die Gemeinde Bestwig vertreten.”
 
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Foto: Das MGVchen Velmede, die Dorfgemeinschaft Ostwig sowie die St.-Jakobus-Schützenbruderschaft Heringhausen erhielten Urkunden für ihre herausragenden Aktivitäten im Jahr 2017.

Bildnachweis: Gemeinde Bestwig
 
Die Dorfgemeinschaft Ostwig wurde für die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” ausgezeichnet - hier belegte Ostwig auf HSK-Ebene den 1. Platz und wird nun im Frühjahr am Landeswettbewerb teilnehmen. Der Erfolg sei eine “außergewöhnliche Gemeinschaftsleistung eines ganzen Dorfes, die mit viel Arbeit und ehrenamtlichem Engagement verbunden war”, so 1. stv. Bürgermeisterin Ulrike Mikitta. Ebenso ausgezeichnet wurde die St.-Jakobus-Schützenbruderschaft Heringhausen - sie habe das Kreisschützenfest “in einem vorbildlichen Zusammenwirken mit der Dorfgemeinschaft bis ins letzte Detail geplant, organisiert und durchgeführt”, so 2. stv. Bürgermeister Ulrich Bathen. Für ein 800-Einwohner-Dorf sei dies “eine enorme logistische Herausforderung, zumal sich zu Spitzenzeiten mehr als 3000 Schützen und etwa 2000 weitere Gäste im Dorf befanden.”
 
Auch Landrat Dr. Karl Schneider würdigte in seinem Grußwort das bürgerschaftliche Engagement, das im Sauerland ein zentraler Pfeiler des gesellschaftlichen Lebens sei. Besonders freute sich Bürgermeister Ralf Péus über “Besuch” aus den Partnergemeinden Niederorschel in Thüringen und Niederwiesa in Sachsen: “Hier sind echte Freundschaften gewachsen.” Und den einzigartigen Charakter des Bestwiger Neujahrsempfangs mache gerade die Begegnung aus: Bürger, Vereine, Unternehmer, Rat und Verwaltung nutzten das Forum zum Dialog in festlicher Atmosphäre. Ralf Péus: „Gemeinde bedeutet auch Gemeinschaft - und gerade dafür wollen wir mit unserem Neujahrsempfang nicht für, sondern mit den Bürgern ein Zeichen setzen.“