Bestwig. Die Gebühren für die Beseitigung von Schmutz- und Niederschlagswasser sollen in der Gemeinde Bestwig im kommenden Jahr stabil bleiben. Diese Empfehlung geben die Mitglieder des Betriebsausschusses für das gemeindliche Abwasserwerk einstimmig an den Gemeinderat.

 

Sollten die Ratsmitglieder dem Votum des Ausschusses folgen, würde damit für die am weitesten verbreitete Zählergröße in Privathaushalten (Q 3=4, früher als Qn 2,5 bezeichnet) die Schmutzwassergrundgebühr weiter 117,60 Euro betragen; pro Kubikmeter Schmutzwasser würden für Normaleinleiter 2,91 Euro fällig. Die Niederschlagswassergebühr würde - ebenfalls für Normaleinleiter - pro Jahr bei 63 Cent pro Quadratmeter abflusswirksamer Grundstücksfläche liegen. Diese Berechnung hatte die Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) den Ausschussmitgliedern vorgeschlagen. Das heimische Kommunalunternehmen ist Betriebsführerin des Bestwiger Abwasserwerkes.

 

Hintergrund: Mit den Abwassergebühren „verdient“ die Gemeinde Bestwig - wie mit allen anderen Gebühren auch - kein Geld: Es werden lediglich Kosten, die für die Beseitigung von Schmutz- und Niederschlagswasser tatsächlich entstanden sind, auf alle Grundstücksbesitzerinnen und -besitzer umgelegt. Da noch so genannte “Gewinnvorträge” früherer Jahre vorhanden sind, brauchen auch die aktuellen Gebührensätze im kommenden Jahr nicht erhöht werden. “Ziel der momentan praktizierten Gebührenfestsetzung ist es, einen möglichst langen Zeitraum mit konstanten Gebühren zu erreichen”, so Bürgermeister Ralf Péus.

 

Eine abschließende Entscheidung über die Abwassergebühren muss nun der Bestwiger Gemeinderat treffen. Er tagt am Mittwoch, 22. November, um 17 Uhr im Großen Bürgersaal des Bestwiger Bürger- und Rathauses. Die Sitzung ist öffentlich.